+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
1 In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes, was man von Jesus erzählte.
2 Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.
3 Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus.
4 Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen.
5 Der König wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten.
6 Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen. Und sie gefiel Herodes so sehr,
7 dass er schwor, ihr alles zu geben, was sie sich wünschte.
8 Da sagte sie auf Drängen ihrer Mutter: Lass mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen.
9 Der König wurde traurig; aber weil er einen Schwur geleistet hatte - noch dazu vor allen Gästen -, befahl er, ihr den Kopf zu bringen.
10 Und er ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.
11 Man brachte den Kopf auf einer Schale und gab ihn dem Mädchen, und sie brachte ihn ihrer Mutter.
12 Die Jünger des Johannes aber holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie zu Jesus und berichteten ihm alles.
Florian war Kanzleidirektor des römischen Statthalters, er war bekennender Christ. Zu dieser Zeit war aber das Christentum verboten und alle gläubigen Christen wurden verfolgt. So musste auch Florian seine Dienststelle aufgeben und er zog in die Gegend von St. Pölten – Tulln. Als er aber von der beginnenden Verfolgung seiner Glaubensbrüder in Enns erfuhr, wo an die 40 Soldaten wegen ihres Glaubens eingekerkert waren, reiste er dorthin um ihnen zu helfen. Als er sich aber weigerte für die römischen Götter Opfer zu bringen, wurde Florian mit einem Stein um den Hals in die Enns geworfen. Am 4. Mai 304 erlitten so seine 40 Glaubensfreunde und er den Tod. Eine Frau soll seinen Leichnam am Ufer der Enns gefunden haben und dort auch begraben haben. Ganz in der Nähe findet man das Stift St. Florian.